Ein Comeback für Lenin in Berlin?

Wladimir Iljitsch Uljanow für die meisten unter Lenin bekannt ist einer der einflussreichsten Politiker des russischen Kommunismus. Er ist verantwortlich für die Gründung der Sowjetunion und die Oktoberrevolution von 1917, die letztendlich auch zum ersten Weltkrieg führte. Seine politischen Machenschaften und seine Ideologie waren sehr polarisierend. Anfangs für die Arbeiterklasse kämpfend fand er viele Anhänger, aber als er dann die Macht erlangte wurden seine extremen Ideen nicht mehr länger von der Allgemeinheit unterstützt. Der Revolutionär, der sich zum Diktator wandelte verbrachte viel Zeit im Exil. Auch noch nach seinem Tod 1924 bleibt er eine historische russische Ikone.

Lenin Berlin

Einige Denkmäler wurden in seinem Namen errichtet in Russland, anderen Sowjetrepubliken und kommunistischen Staaten, das ehemalige Ostdeutschland eingeschlossen.

Eine von ihnen war fast 20 Meter groß und stand in Berlin. Von dem russischen Künstler Nicolai Tomsky errichtet fand es seinen Platz auf dem Leninplatz, der heute als Platz der Vereinten Nationen bekannt ist. Aber schon bald nach der Auflösung der Sowjetunion 1991 wurden viele der Lenindenkmäler und –stauen abgerissen als Symbol der Befreiung vom kommunistischen Regiment. Der Abriss dieses riesigen Denkmals gilt als der prominenteste Fall von Nachwende-Ikonoklasmus. Es wurde in 129 Teile zerlegt und ist im Wald ein bisschen außerhalb von Berlin begraben.

Die Frage, was mit den Teilen des Denkmals getan werden soll sorgte und sorgt noch für Unstimmigkeiten bei Politikern, weil nun soll der Kopf –allein schon 3,5 Tonnen schwer- Teil der Ausstellung „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ werden. Der Umgang mit Denkmälern, die dem Sozialismus gedenken ist immer noch ein Streitpunkt. Organisatorin der Ausstellung Andrea Theissen ist fest entschlossen den Kopf Teil der Ausstellung zu machen. Sie erwartet keinen großen politischen Widerstand. Sie fügt auch noch hinzu, dass wenn der Kopf wirklich in der Ausstellung erlaubt wird, werden die Ausgrabungen erst nächstes Jahr beginnen.

Sogar 20 Jahre nach dem Mauerfall scheinen wir nicht von der Vergangenheit loslassen zu können. Ob Lenins Kopf nun Teil der Ausstellung wird oder nicht, Berlin hat viele andere Sehenswürdigkeiten, die der deutschen Geschichte und der Geschichte Ostdeutschlands gedenken, zum Beispiel Checkpoint Charlie. Die deutsche Hauptstadt ist nicht nur etwas für Historiker. Miete Appartments in Berlin und finde raus was die Stadt noch so zu bieten hat.

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